Die DaSein Hospizbewegung Coesfeld ist in die Stadtgesellschaft fest eingebunden und akzeptiert.
Es war im September 2000, als sich 34 Frauen und Männer im Pfarrzentrum der damaligen St. Laurentius-Gemeinde zur Gründung der DaSein Hospizbewegung Coesfeld trafen. Heute, 25 Jahre später, leisten mehr als 70 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei hauptamtliche Koordinatorinnen segensreiche Arbeit in der Sterbe- und der Trauerbegleitung. Sie begleiten Schwerstkranke und Sterbende auf ihrem letzten Stück Lebensweg und diejenigen, die zurückgeblieben sind, auf ihrem oft mühsamen und langwierigen Weg zurück ins Leben.
Der Hospizverein, der rund 140 Mitglieder zählt, feiert sein Jubiläum – alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto „Leben wagen – 25 Jahre DaSein Hospizbewegung Coesfeld“ – am Samstag, 06. September dort, wo schon die Gründungsversammlung stattfand: im Pfarrzentrum der Anna-Katharina-Gemeinde. An den ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche um 11 Uhr schließt sich der Festakt im Gemeindezentrum an. Mit Prof. Dr. Andreas Heller hat man einen der renommiertesten Vertreter und Vordenker der Palliativ- und Hospizarbeit im deutschsprachigen Raum gewinnen können. Im Gespräch mit Moderatorin Andrea Franken wird Andreas Heller aufzeigen, was es für eine sorgende und solidarische Gesellschaft braucht, in der uns Menschen bewusst ist, dass wir stets auf andere angewiesen und verwiesen sind. Denkanstöße und Impulse, die aus vielen Jahren Hospizarbeit resultieren.
Um den Festakt gruppieren sich eine Reihe weiterer Veranstaltungen und Aktionen. So ist vom 23. August bis zum 3. September im Paradies der St. Jakobi-Kirche die Foto-Ausstellung „DaSein ein Gesicht geben“ zu sehen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich portraitieren lassen und sagen mit wenigen Worten, was sie motiviert, sich aktiv in die Hospizarbeit einzubringen. Vor Ort freuen sich Mitglieder des Vereins auf anregende Gespräche mit interessierten Besuchern.
„Mein Platz am Ende des Lebens“ ist ein weiteres Projekt überschrieben. Der Hospizverein hat Menschen aus Coesfeld eingeladen, einen Stuhl zu gestalten und in die Gestaltung die ureigenen Gedanken zu Themen wie Sterben und Tod, Endlichkeit und Abschied vom Leben, Vergänglichkeit oder auch Ewigkeit kreativ einfließen zu lassen. Mehr als 30 höchst unterschiedliche Stühle sind so entstanden. Vom 06. September bis 05. Oktober sind sie in der Pfarrkirche Anna-Katharina zu sehen, anschließend in der Kolping-Bildungsstätte.
Auch das Kommunale Kino (am 16. und 19. September) sowie die Familienbildungsstätte mit ihrem Erzählsalon am 02. November greifen die Themen Sterben, Tod und Trauer auf. Was wiederum zeigt: Die DaSein Hospizbewegung ist in die Stadtgesellschaft fest eingebunden und akzeptiert.